Vision

Unsere Vision

Citkar ist nicht nur eine Idee,

sondern muss als ein Lebensgefühl,

eine Leidenschaft und ein Status

für alternative, umweltbewusste

Mobilität verstanden werden.

Der Loadster von Citkar auf der VELO Berlin

Die urbane Mobilität steht vor einer Revolution.

Über einhundert Jahre hatte das Automobil Vorfahrt, gepaart mit großen Investitionen in U- und S-Bahnen. Beton prägte zunehmend das Stadtbild. Auch die Umweltbelastung nahm immer weiter zu, ebenso große Flächen zum Parken.

In der Folge von immer größeren Herausforderungen reagierte die Gesellschaft und auch die Politik. Auf der einen Seite wurden immer mal wieder Auflagen für die Schadstoffbelastung ausgegeben, etwa Katalysatoren zur Pflicht. Gleichzeitig wurde enorm in die Verkehrssicherheit investiert. Heutzutage werden unzählige Ingenieurbüros mit der Berechnung von Kreuzungen und Verkehrsströmen beauftragt.

Nachdem es immer mehr darum ging, wie man möglichst vielen Menschen den bevorzugten Individualverkehr ermöglichen kann, drehte sich das Phänomen, sodass in weiten Teilen zuerst an das Auto gedacht wurde und erst danach an den Menschen.

Vielerorts war es der Fußgänger, aber auch der Rad- oder Busfahrende, welcher sich zum Wohle des Autos nachzuordnen hatte.

Der Gesellschaftsvertrag der Mobilität ist ein Abwägen von Sicherheit zugunsten der individuellen Freiheit. Die Folge sind abertausende Unfälle mit vielen schwer Verletzten und Toten. Diese werden zwar bedauert, aber dem Problem nur oberflächlich – etwa durch weitere Baumaßnahmen – begegnet. Doch damit kommt die Gesellschaft nun an einen Wendepunkt.

Der Gesellschaftsvertrag der Mobilität ist ein Abwägen von Sicherheit zugunsten der individuellen Freiheit. Die Folge sind abertausende Unfälle mit vielen schwer Verletzten und Toten. Diese werden zwar bedauert, aber dem Problem nur oberflächlich – etwa durch weitere Baumaßnahmen – begegnet. Doch damit kommt die Gesellschaft nun an einen Wendepunkt.

Das Auto ist eine enorme finanzielle Belastung, hat eine steile Lernkurve und braucht gesonderte Abstellflächen. Dies unterlag stets den Vorteilen des individuellen Reisens. Ungebunden jederzeit an sein Ziel kommen und dabei einen eigenen, kleinen Raum für sich zu haben, mitunter (zumindest gefühlt) das Reisetempo selbst bestimmen zu können, war für viele der Anreiz, die hohen Hürden in Kauf zu nehmen.

Auch wenn immer weniger junger Menschen in den urbanen Räumen einen Führerschein besitzen, stapeln sich die Autos.

Die Revolution im Verkehr versagt auf halber Strecke. Das liegt vor allem daran, dass im Kern weiterhin nicht vom Auto abgewichen wird.

Immer mehr Waren finden ihren Weg in immer kürzerer Zeit an die Haustüren der Kunden. Immer mehr Busse und Trams nehmen weiterhin einen enormen Bereich der Straßen ein. Und auch Elektroautos lösen gerade in der Herstellung und dem Abrieb durch Reifen die Umweltbelastungen nicht. Nach wie vor werden tonnenschwere Blechlawinen mit fünf Sitzen von ein bis zwei Menschen im Schnitt fortbewegt.

Die Flexibilität im Verkehr braucht eine neue Flexibilität der Verkehrsmittel.

Das betrifft viele Bereiche, nicht nur den des Warentransports. Projektarbeit und das Leben im grünen Stadtrand erfordern die Überbrückung von Fahrtwegen, nicht selten mehrmals am Tag. Hierbei nur die Form und den Kraftstoff des Blechorchesters zu wechseln kann keine abschließende Lösung sein.

Die urbane Mobilität muss verbinden. Sie muss erkennen, was gemeinsam erfolgen und was individuell überbrückt werden kann. Sie muss vom Analogen ins Digitale und dabei wieder den Menschen in den Mittelpunkt rücken. Das Auto ist ein vermeidlicher Luxus, den sich die urbanen Räume in naher Zukunft nicht mehr leisten können.

Die wichtigste Erkenntnis muss dabei sein, dass dies kein Rückschritt in der Mobilität ist.

Der technische Fortschritt ist dabei, Lösungen zu entwickeln, die deutliche Vorteile gegenüber Beton und Blech haben. Die Zukunft der urbanen Mobilität liegt nicht in ihrem Charme einer besseren Welt, sie liegt in ihrer Effizienz, ihrem logistischen Vorteil und ihrer Praktikabilität.

Viele Lösungsansätze von heute beruhen auf Überlegungen aus der Umweltbewegung. Die Urbanität von Morgen wird ihr viel zu verdanken haben. Der Wandel allerdings erfolgt nicht durch Umerziehung, sondern durch den nicht zu widerlegenden Vorteil gegenüber den bisherigen Ansätzen.

Die Frage kann nicht sein: Wie bekommen wir Autos ein bisschen weniger problematisch oder wie retten wir unsere Konzerne. Es ist der Mensch und sein Anliegen, welche in den Mittelpunkt jeder Überlegung gehören. Wie können wir mit allem, was uns Forschung und Kreativität ermöglichen, dem Menschen die bestmögliche Mobilität ermöglichen, ohne das es heißt: meine Freiheit ja, deine Freiheit nein!

Mit citkar in die Zukunft der urbanen Mobilität.